Der Bärlauch ist wieder da!

Der erste soll schon gesichtet worden sein, also: 

 

 

Ich gestehe, er gehört zu meinen absoluten Lieblingskräutern. Ich kann es immer kaum erwarten, bis es ihn wieder im Wald (und notfalls auf dem Markt) gibt.

Für Selbstsammler gibt es einiges zu beachten. Bärlauch wird immer wieder mit dem giftigen Maiglöckchen verwechselt. Die Blätter sehen sich zwar tatsächlich zum verwechseln ähnlich, aber alles, was nicht nach Knoblauch duftet, ist kein Bärlauch und daher: Finger weg.

Wenn Sie Bärlauch finden, dann bitte nicht alles "abernten". Eine alte Sammelregel der Kräuterkundigen besagt, dass man nur jedes 7. Kraut ernten soll. Die Natur schenkt uns wundervolle Gaben und wir sollten es ihr danken, in dem wir auch nur respektvoll von ihr nehmen. Wer mehr braucht, kann auch auf die Angebote der Supermärkte zurückgreifen.

 

Bärlauch gehört zu der Familie der Zwiebelartigen und ist damit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebeln und Knoblauch. Er wirkt der Arterienverkalkung entgegen, senkt den Cholesterinspiegel und den Blutdruck. Er wirkt verdauungsfördernd und vitalisierend. Kurzum, er ist eines der heilkräftigsten Geschenke der Natur.

Vor allem aber: Er schmeckt einfach wundervoll. Ich nasche immer mal wieder gerne ein Blatt zwischendurch. Auch in den Salat gehört er für mich in dieser Jahreszeit. Für absolute Bärlauchfans wie mich ist die Bärlauchzeit natürlich viel zu kurz. Daher hier zwei Rezepte, mit denen man die wundervolle Heilkraft und den Geschmack ein wenig konservieren kann:

 

Bärlauchöl

Ein Bund Bärlauch (ca. 25 gr.) gut waschen und sehr sorgfältig abtrocknen. Das ist ganz wichtig, da das Öl sonst schnell schlecht wird. Den Bärlauch etwas anbrechen - also einfach ein wenig zwischen den Fingern zerdrücken. Dann in eine saubere, trockene Flasche geben. Die Flasche mit einem neutralen Öl auffüllen. Ich nehme dazu Raps- oder Sonnenblumenöl. Mein geliebtes Olivenöl hat in dem Fall einen zu starken Eigengeschmack. Die Flasche für 2-3 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort ziehen lassen. Dann absieben und in eine saubere Flasche geben. Es ist ein wundervoll würziges Salatöl und hält bis zu einem Jahr (zumindest theoretisch - so alt ist bei mir noch keins geworden).

 

Bärlauchpesto

2 Bund frischer Bärlauch

1 EL Pinienkerne (ich nehme gehackte Mandeln - schmeckt genau so gut und ist preiswerter)

50 g Hartkäse (z. B. Pecorino oder Grana Padano)

1 dl Olivenöl (bitte wirklich gutes Bioöl nehmen)

Pfeffer

Salz

 

Bärlauch waschen und fein hacken. Pinienkerne - oder Mandeln anrösten. Den Käse fein reiben. Alles zusammen mit einem Passierstab fein pürieren, dabei das Öl zugeben. Nach Lust und Laune mit Pfeffer und Salz würzen. Die Mengen können variiert werden. Ich püriere ihn oft nicht ganz so fein, weil ich kleine Stücke der Kerne mag. In ein sauberes Schraubglas füllen und oben vorsichtig mit einem Ölspiegel abschließen. So hält sich das Pesto im Kühlschrank für einige Wochen.

 
 

 

 

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Hildegard Nobis