Leben im siebener Rhytmus

Gerade als Frauen wissen wir, dass das Leben in vielen Rhythmen verläuft. Im Zyklus des Mondes menstruieren Frauen in ihrer fruchtbaren Lebensphase.

Der athenische Dichter und Staatsmann Solon (640 v. Chr. – 559 v. Chr.) teilte ein Menschenleben in zehn Abschnitte von je sieben Jahren ein. Und es ist faszinierend, unter diesem Aspekt mal den Lebenslauf zu betrachten, wobei man die einzelnen Jahreszahlen nicht zu genau nehmen sollte.

 

7

Mit Sieben Jahren findet der Zahnwechsel statt. Die Schulreife ist erlangt. Aus dem völlig auf die Eltern angewiesenen Kleinkind wird ein kleiner Mensch, der zunehmend selbst beginnt, seine Welt zu entdecken.

 

14

Mit 14 Jahren verändern sich die Hormone im Körper. Das andere Geschlecht wird interessant und die hormonellen Veränderungen bringen auch die Psyche in Wallung.

 

21

Mit 21 ist die hormonelle Umstellung abgeschlossen. Nun geht es darum, seinen Platz im Leben zu finden. Partnersuche und Zukunftsplanung prägen diese Zeit.


28

In der Blüte der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit erleben wir das junge Erwachsenenalter. Wir haben unseren Platz im Leben gefunden.


35

Die Familienplanung ist in der Regel abgeschlossen. Noch spüren wir wenig davon, dass die Zellalterung langsam einsetzt. Wir stehen mitten in Beruf und Familie.


42

Bei ganz vielen Frauen ist diese Zeit eine sehr kritische Zeit. Die bisherige Lebensplanung wird noch einmal überdacht. Sind die Ziele erreicht oder wird es Zeit, sich neue Ziele zu stecken? Langsam beginnt auch der Hormonhaushalt sich wieder umzustellen.


49

Oft eine Phase der Verunsicherung. Die Kinder verlassen das Nest und der Körper steckt nun deutlicher in der Zeit der Veränderung. Ungewohnte körperliche und seelische Beschwerden können diese Zeit begleiten.


56 

Eine neue Lebensphase beginnt. Alles wird ein wenig ruhiger, gelassener. Die Zeit des hormonellen Auf und Ab neigt sich dem Ende zu und die Zeit der Weisheit bricht an.


63

Die hormonellen Umstellungen sind endgültig abgeschlossen, das Arbeitsleben neigt sich dem Ende zu. Noch voller Aktivität kann diese neue Lebensphase genossen werden.


70

Die Zeit der Weisheit ist gekommen. Nichts muss mehr geleistet werden. Es ist nun Zeit, die Früchte des Lebens nun zu genießen.

 

Wie alle Übergänge im Leben, können auch bei diesen Übergängen Probleme und Störungen auftreten. Doch wie fatal wäre es, den Übergang und damit die weitere Reifung verhindern zu wollen? Wenn es da zu Problemen kommt, dann sollte es darum gehen, den Übergang sanft zu unterstützen.

 

 

Schließen möchte ich mit Hermann Hesse:

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!


Herzlich grüßt Sie aus der Städteregion Aachen die Naturheilpraxis Nobis


 

 

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Hildegard Nobis